Als Einstieg schauen wir uns an, wie etwas aus unserer analogen Welt – z.B. Hören oder Sehen – mit dem Computer dargestellt werden kann.

Ton und Schall

Ein Ton, aber auch ein Geräusch oder ein Klang, wird als Schwankung des Luftdrucks übertragen – darstellbar als Schallwelle:

Schallübertragung
Schallübertragung[1]

Die Stimmgabel schwingt und erzeugt eine Schallwelle. Diese wird im Medium Luft übertragen und erreicht so unser Ohr. Dort bringt sie das Trommelfell zum Schwingen – wir hören den Ton.

Je nach Art des Klangs ergeben sich verschiedene Kurven:

Unterschiedliche Geräusche
Unterschiedliche Geräusche[2]

Wie abspeichern?

Wie können wir nun so einen Klang abspeichern? Zuerst müssen wir natürlich ein künstliches Trommelfell haben – also ein Mikrophon. Dieses übersetzt die Druckschwankungen der Luft in ein elektrisches Signal.

Zwei Möglichkeiten Ton physikalisch abzuspeichern sind: Vinyl-Schallplatte und Compact Disc:

Vinyl-Platte/Compact Disc
Vinyl-Platte/Compact Disc[3]

Aufgabe

Im folgenden Video wird gezeigt wie mikroskopische Aufnahmen der Oberfläche von Vinyl und CD gemacht werden.

  • Finde die entsprechenden Stellen
  • Was sind die erkennbaren Unterschiede zwischen Vinyl und CD?
  • Wie werden wohl die Daten jeweils abgespeichert?
Applied Science: Electron microscope slow-motion video of vinyl LP youtube
anzeigen verstecken

Lösung : Aufgabe 1

Screenshot Vinyl
Screenshot Vinyl
Screenshot CD
Screenshot CD

Vinyl – analog

Das Signal wird analog abgespeichert. Die Rillen entsprechen den Schallwellen. Die Nadel tastet diese ab und erzeugt daraus wieder einen Ton.

CD – digital

CDs speichern Daten digital, also in Form von 0 oder 1. Diese Information wird mit einem Laser abgetastet. Wie kann aber eine Schallwelle als Abfolge von 0 und 1 gespeichert werden?

Standardmässig arbeiten Audio-CDs mit einer Abtastrate von 44.1 kHz und einer Bittiefe von 16 Bit.

Die Abtastrate (sample rate) ist die Anzahl Messungen pro Sekunde in einem Audio-Stück. Sie wird in Hertz oder Kilohertz gemessen.

Sample-Rate
Sample-Rate[4]

Die Bittiefe (bit depth) gibt die Anzahl Bits an welche für die Quantisierung der Messung (sample) zur Verfügung steht. Sie bestimmt, in wie vielen Abstufungen die Amplitude repräsentiert werden kann.

Bit-Tiefe
Bit-Tiefe[5]

Es entstehen also Folgen von Zahlen. Die Zahlen bewegen sich in einem festen Bereich (Bittiefe), zwischen den einzelnen Zahlen sind feste Zeitabstände (Sample-Raten)


  1. Das Fluglärm Portal: Wie Schall übertragen wird, https://www.fluglärm-portal.de/mediathek/ (abgerufen am 5.10.2019) ↩︎

  2. Das Fluglärm Portal: Wie sich Ton, Klang und Geräusch unterscheiden, https://www.fluglärm-portal.de/mediathek/ (abgerufen am 5.10.2019) ↩︎

  3. Pawel Kadysz: CD & vinyl record icons, https://www.365psd.com (abgerufen am 5.10.2019) ↩︎

  4. Mastering the Mix: Sample Rate, https://www.masteringthemix.com/blogs/learn/113159685-sample-rates-and-bit-depth-in-a-nutshell (abgerufen am 5.10.2019) ↩︎

  5. Mastering the Mix: Bit Depth, https://www.masteringthemix.com/blogs/learn/113159685-sample-rates-and-bit-depth-in-a-nutshell (abgerufen am 5.10.2019) ↩︎

Letzte Änderung: 18.10.2019, 19:09:31